11.01.2013| 10:39

Equidenpass und Arbeitssicherheit

Pensionspferdehalter in Mittelfranken diskutieren mit Fachexperten
BBV
Mitte Dezember traf sich der Arbeitskreis Pensionspferdehalter des Bezirksverbandes Mittelfranken in Langenzenn- Horbach.
Die 1. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Pensionspferdehalter und Sprecherin für Mittelfranken, Frau Barbara Barth, stellte zu Beginn der Veranstaltung fest, dass eine noch bessere Vernetzung der Pensionspferdehalter wichtig wäre.
 
 
 
Neben dem Aufbau eines engeren Kontaktes zu den bayerischen Pferdeverbänden sollen häufiger Treffen auf Betrieben stattfinden um den Austausch unter Praktikern zu fördern.
 
Frau Steinbrunner und Frau Spoerel vom Landesverband Bayerischer Pferdezüchter e.V. beantworteten zahlreichen Fragen der Pensionspferdehalter zum Thema Equidenpass.

Sie wiesen vor allem darauf hin, dass seit 1. November 2010 ausschließlich der Landesverband Bayerischer Pferdezüchter e. V. berechtigt ist, Equidenpässe für „nichtregistrierte“ Pferde (einschließlich „Freizeitsportpferde“) auszustellen, nicht mehr die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN). Demzufolge sind Equidenpässe, die nach dem 1. November 2010 für in Bayern gehaltene „nicht registrierte“ Equiden durch die FN ausgestellt wurden, ungültig und müssen bis spätestens 31. März 2013 gegen einen gültigen Pass ausgetauscht werden.

Der Teilnehmerkreis war sich darüber einig, dass der Status „Schlachtpferd„ im Equidenpass einen unverhältnismäßigen Bürokratismus nach sich ziehe, der vor allem für Pensionspferdehalter wenig praktikabel sei.

Harald Haberkamm, technischer Aufsichtsbeamten der LSV Franken und
Oberbayern berichtete anschließend über die Arbeitssicherheit in der Pensionspferdehaltung. Neben statistischen Zahlen zum Unfallgeschehen in der Pferdehaltung zeigte er häufig begangene Fehler im Umgang mit Pferden auf, die zum Teil schwerwiegende Unfallfolgen nach sich ziehen können.

Auch eine unsachgemäß gebaute Anlage berge ein unnötiges Gefahrenpotenzial. Haberkamm gab den Teilnehmern deshalb Tipps beispielsweise zum richtigen Führen der Pferde, zur Ausrüstung und zur Gestaltung von Stallbauten und Reithallen.

Nähere Information hierzu liefert auch die Broschüre „Pferdehaltung“ der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Zu den Mindestanforderungen an Weidezäune in der Pferdehaltung verwies Haberkamm auf die Broschüre „Sichere Weidezäune“ des aid Infodienstes.

Wer sich an die Empfehlungen dieser Broschüre nach aktuellem Stand der Technik halte sowie ein entsprechendes „Koppelbuch“ führe, sei als Pferdehalter weitgehend auf der sicheren Seite, so Haberkamm.

 
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