|
09.01.2009| 12:09
"Kaltblütig" und genussfreudig auf der Grünen WocheBayern als Pferdeland und Heimat der Genüsse in Berlin
Mit 26 Süddeutschen Kaltblütern schicken die bayerischen Züchter in diesem Jahr die größte Pferdekollektion aller Bundesländer nach Berlin. Die Prachtexemplare sollen bei der 6. Bundesschau für Kaltblüter punkten.
Beim bunten Rahmenprogramm im Großen Ring zeigen sie eindrucksvoll, wofür sie heute vor allem eingesetzt werden, nämlich in der traditionsreichen Brauchtumspflege. So ziehen sie Leonhardi-Wagen aus dem Oberland, dabei sind aber auch die bekannten Kötztinger Pfingstreiter aus dem Bayerischen Wald, berittene Trachtler aus Traunstein und eine Kaltblut-Quadrille.
Die Rückbesinnung auf das Kulturgut Pferd hat nach den Worten von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zum Erhalt des Süddeutschen Kaltbluts maßgeblich beigetragen. Bayern hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der größten Pferdeländer der Republik entwickelt, in dem heute 120 000 Pferde rund 50 verschiedener Rassen gehalten werden. Brunner: „Wir wollen den Berlinern Lust machen auf einen Besuch im Pferdeparadies Bayern.“
„Heimat der Genüsse“ Als Spezialitätenland zeigt sich der Freistaat unter dem Funkturm aber auch von seiner kulinarischen Seite. Der Bayernstand in Halle 20 ist seit Jahren ein beliebter Besuchermagnet auf der Grünen Woche und zählt bei den Besuchern zum absoluten „Muss“ beim Messerundgang. Hier gibt’s nicht nur Münchner Weißwürste, Weißbier und Brezen, sondern auch deftige fränkische Wurstspezialitäten, Frankenwein, Allgäuer Bergkäse oder echten Blutwurz aus dem Bayerwald. Bayerntag auf der IGW
Am ersten Tag der IGW wird der Minister den traditionellen „Bayerntag“ eröffnen und auf seinem Rundgang die zahlreichen Stände besuchen. Daneben nutzt er die Messe, um die internationalen und nationalen Kontakte zu pflegen und für bayerische Nahrungsmittel und politische Positionen zu werben. Geplant sind Gespräche mit Agrarministerkollegen aus den Bundes- und den europäischen Nachbarländern. „Auf nach Bayern“ Uter diesem Motto steht der Auftritt des Freistaats in der Gemeinschaftshalle 22b. Auf über 600 Quadratmetern zeigen Anbieter von „Urlaub auf dem Bauernhof“ zusammen mit Tourismusverbänden – vom Zugspitzland, dem Rupertiwinkel bei Berchtesgaden und das Allgäu über Ostbayern und die Fränkische Schweiz bis hin zum Fichtelgebirge – was Bayern auch abseits der bekannten Fremdenverkehrs-Attraktionen zu bieten hat. Im bunten Programm auf der Bühne geben Musik- und Trachtengruppen aus dem Oberland und dem Allgäu wie die Bernauer Blasmusik, die Frasdorfer Plattler und die Westerhamer Trachtler einen Einblick, wie in Bayern Kultur und Brauchtum gelebt und gepflegt werden. Das Landwirtschaftsministerium investiert rund 180 000 Euro in den bayerischen Messeauftritt. Für den Minister ist das gut angelegtes Geld: „Die Grüne Woche ist für uns eine ideale Gelegenheit, zu zeigen, wie schön und gastlich Bayern ist, aber auch wie gut’s bei uns schmeckt.“
|
Suche
|